#249 Für das Mehr im Menschen - Gemeindereferent:innen
Shownotes
Eine Gemeindereferentin ist keine kommunale Mitarbeiterin im Rathaus, sondern ein vielfältiger Beruf in der katholischen Kirche - und das schon seit 100 Jahren: Religion unterrichten, Gottesdienste feiern, Quartiersarbeit machen, Jugendliche begleiten u.v.m. Warum sie ihre Arbeit glücklich macht, berichten zwei Gemeindereferentinnen und ein -referent aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Alpha & Omega ist eine 30-minütige Talksendung über gesellschaftliche und soziale Themen. Die Sendung ist eine Gemeinschaftsproduktion der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Erzdiözese Freiburg und der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sie wird von der Multimedia-Redaktion der Evangelisches Medienhaus GmbH und der katholischen Fernsehredaktion KiP-TV produziert. Zu sehen sind die Sendungen bei den privaten Fernsehsendern in Baden-Württemberg und bei BibelTV und bei YouTube:
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Transkript anzeigen
00:00:02: Also zum Beispiel mit der Bürgerstiftung haben wir jetzt das Friedhofskaffee aufgebaut im Pragfriedhof und es ist ein ganz niederschwelliges Angebot.
00:00:10: Das würden wir so alleine gar nicht schaffen, aber ich merke halt im Verbund mit anderen da kann man wirklich was bewirken.
00:00:17: Es geht nur im Netzwerk mit anderen Leuten und das ist das was mich wirklich glücklich
00:00:21: macht.".
00:00:23: Was sie so richtig glücklich gemacht in ihrem Beruf?
00:00:25: Das berichtet Christine Gottler-Kinzle in der neuesten Ausgabe von Alpha & Omega.
00:00:29: mehr als du glaubst!
00:00:31: Sie ist katholische Gemeindereferentin und sie machte unter anderem in ihrem Beruf Quartiersarbeit in Stuttgart mit einem Friedhofscafé.
00:00:39: Ich habe mir zwei weitere Gäste eingeladen, die ebenfalls als Gemeindreferentin und Referenz arbeiten – Maren Werner aus der Katholischen Seelsorge Einheit Herzfeld-Kochertal im Ostalbkreis.
00:00:49: Sie gibt zum Beispiel Rally Unterrichts.
00:00:51: Sie begleitet Kinder zur Erstkommunion.
00:00:53: Sie beerdigt Menschen.
00:00:54: also ein ganz vielfältiger Beruf Und viel mit jungen Menschen hat auch Patrick Grazer zu tun, als Gemeindereferent.
00:01:01: Er ist mit seventy-fünf Prozent Dekanatsjugendseelsorger im Dekanaat Ostalp Heidenheim und mit einem Viertel seiner Stelle arbeitet er in einer Seelsorgeeinheit.
00:01:09: Eine muntere und interessante Runde war das im Alfond Omega Studio über einen Beruf der mal vor hundert Jahren als sogenannte Seelsorgshelferin angefangen hatte.
00:01:19: Zu sehen
00:01:19: gibt's unseren Talk auch alles dazu in den Show Notes und hier jetzt erstmal zum Hören!
00:01:25: Hallo, herzlich willkommen bei Alpha und Omega Kirche im Gespräch.
00:01:29: Wer hauptberuflich in der Seelsorge für die katholische Kirche arbeitet?
00:01:33: Der oder die kann verschiedenes sein ein Pfarrer eine Pastoralreferentin einen Diakon oder auch eine Gemeindereferentin oder Referent.
00:01:40: diesen Beruf gibt es in der katholischen kirche schon seit hundert Jahren.
00:01:44: Damals hieß er noch Seelsorgshelferin.
00:01:46: In den Neunzehntsiebzigerjahren wurde er dann zur Gemeindereferentin.
00:01:50: und was eine Gemeindeverrentin in einer Kirchengemeinde so alles macht, erzählt uns jetzt im kleinen Film Martina Dautzenberg aus dem Bistum Essen.
00:02:03: Ich möchte die
00:02:04: Pro-Botschaft
00:02:05: auch als Botschaft der Freude vermitteln Und den Kindern und auch den Erwachsenen mitgeben dass sie spüren das Gott immer in ihrer Nähe ist Dass sie nie alleine
00:02:16: sind.
00:02:19: Der Beruf der Gemeindereferentin ist ein vielfältiger Beruf, ein interessanter Beruf wo es viele Möglichkeiten
00:02:26: gibt.
00:02:26: Ich selbst arbeite mit Kindern.
00:02:28: das meine Schwerpunkt auch in der Sakramentenkartichese
00:02:32: zu arbeiten.
00:02:33: ich arbeite aber auch mit Erwachsenen
00:02:35: in unterschiedlichen
00:02:36: Bereichen und mit unterschiedlichen
00:02:38: Gruppen.
00:02:41: Ja für mich
00:02:43: bedeutet Kirche
00:02:44: und Gemeinde Heimat.
00:02:46: Ich fühle mich als Teil der Kirche für mich auch gerade als Frau in der Kirche wichtig, ein Teil der Kirch zu sein.
00:02:57: Meine Berufung
00:02:58: war eine Entwicklung
00:02:59: in meiner Jugendzeit.
00:03:01: Ich habe als Jugendliche mich engagiert in meine
00:03:03: Heimatgemeinde und hab
00:03:05: ganz viel Spaß dabei
00:03:06: gehabt.
00:03:07: Und irgendwann
00:03:07: habe ich gemerkt das könnte auch im
00:03:09: Beruf für mich sein und habe
00:03:10: mein Hobby zum Beruf gemacht.
00:03:13: Mir ist
00:03:14: wichtig dass Kinder die Kirche
00:03:16: anders wahrnehmen als nur mit dem Auge
00:03:19: sondern
00:03:20: auch
00:03:20: mal erleben, wie sie sich eine Kirche anfühlt.
00:03:23: Wichtig ist auch, eine Ebene zu haben und mit den Kindern Arbeit zu kommen also eine Bindung
00:03:27: und für mich ist ganz
00:03:28: wichtig ich mag Kinder total und
00:03:30: habe auch einen Zugang
00:03:31: zu Kindern.
00:03:36: Ich fühle mich gottnah wenn ich unterwegs bin in der Bewegung, in der Natur
00:03:43: besonders
00:03:43: da in der Weite weil ich glaube auch dass Gott weite ist.
00:03:48: In der Musik...ich singe sehr gerne.
00:03:52: Es gibt viele Texte,
00:03:53: besonders im neuen gastlichen Liedgut.
00:03:56: Die mich sehr ansprechen und berühren.
00:03:59: Das ist für mich eine Art Glaubensbekämpfnis.
00:04:02: Ich bin ein Teil der Kirche.
00:04:04: Ich fühle mich als Teil des Ganzenen.
00:04:07: Und ich merke auch, dass viele Menschen ähnlich
00:04:11: denken oder empfinden die in einer Gemeinde arbeiten wie ich.
00:04:15: Und das gibt mir
00:04:16: Mut und Hoffnung
00:04:17: für die Zukunft.
00:04:20: Gott ist für dich die Leichtigkeit Und Energie, die ich so in meinem Leben habe.
00:04:25: Also wenn ich mich besonders leicht fühle und eine grundlose Freude in mir spüre dann weiß ich dass Gott immer näher
00:04:32: ist.".
00:04:35: Ja jetzt haben wir einen kleinen Einblick in den Beruf einer Gemeindereferente bekommen aber wir wollen noch mehr wissen und haben uns deshalb drei Menschen ins Alphand Omega Studio eingeladen.
00:04:44: Maren Werner steht noch am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn und arbeitet als Gemeindereferentin seit Jahrzehnte in der katholischen Seelsorge Einheit Herzfeld-Kochertal.
00:04:53: Das liegt auf der Ostalp in Baden-Württemberg an der Grenze zu Bayern.
00:04:57: Christine Göttler Kienzle ist Gemeindeverrentin in Stuttgart, macht dort unter anderem Quartiersarbeit.
00:05:03: Auch Sie herzlich willkommen!
00:05:05: Und Patrick Grazer, er ist mit seventy-fünf Prozent Dekanats Jugendseelsorger im Dekanaat Ostalb Heidenheim und mit einem Viertel seiner Stelle in der Seelsorge Einheit Rosenstein auch im Ostalbkreis tätig.
00:05:16: Herzlich willkommen Ihnen allen!
00:05:18: Frau Werner, Sie sind noch relativ neu im Beruf Gemeindereferentin.
00:05:21: Warum haben sie sich für diesen Beruf entschieden?
00:05:23: Für mich war schon immer klar dass ich was Soziales beruflich machen möchte weil ich schon immer gerne mit Menschen zusammen war und auch ehrenamtlich aktiv war, wusste aber ganz lange gar nichts von dem Beruf Gemeindereferentin.
00:05:35: Und habe dann durch meinen Ehrenamt als Oberministerin und Firmbegleiterin unsere Gemeinderelferentin im Ort kennengelernt und war dann gleich begeistert von der Vielfalt die der Beruf mit sich bringt und konnte dann irgendwie so meine ganze Ideen.
00:05:48: was ich hatte, was ich gerne machen wollen würde bisschen näherin sein, aber auch im Borus sein mit Kinder und Jugendliche zusammen sein in einem Beruf vereinen.
00:05:57: Und das finde ich bis heute ein Privileg dass ich so viel verschiedenes sein kann und das eine große Vielfalt hat in unserem Beruf und ich habe einfach so den Klaube zu den Menschen bringen darf und das Gefühl hab' ich kann vor Ort wirklich was bewirken und den Klauben lebendig machen.
00:06:13: Hat jemand ihre Berufswahl auch ein bisschen seltsam gefunden oder komisch?
00:06:16: Weil für die Katholische Kirche arbeiten ist ja heute nicht mehr so.
00:06:18: selbstverständlich
00:06:19: Ja, tatsächlich dauert es bis heute auch an.
00:06:22: Also wenn ich sage, ich bin Gemeindereferentin muss sich das oft erklären oder gucken die Leute ein bisschen skeptisch.
00:06:28: nach meinem Abitur haben auch viele gefragt machen macht doch was gescheites mit deinen Noten genau weil?
00:06:35: katholische Kirche wird einfach oft noch veraltet oder konservativ wahrgenommen und so muss ich mich immer wieder erklären.
00:06:42: aber ich hatte schon immer viel Unterstützung von meine Eltern Familie mein Mann und bin total froh dass sie mich auf den Weg begleitet haben Ich den Beruf trotzdem erlanden habe.
00:06:51: Frau Götler-Ginzle, Sie sind ja schon ein bisschen länger im Beruf, anders als Frau Werner.
00:06:55: Müssen sie auch immer noch erklären was eine Gemeindereferentin so macht?
00:06:59: Ja also ich muss es auf jeden Fall erklären.
00:07:01: aber ich bin so wenn ich jetzt bei meiner Sozialraumarbeit unterwegs bin in der Stadt und ich bin die Frau von der Kirche manchmal aus sogar schon die Fraubfahrerin mit dem Beruf der Gemeinderelterinnen selber können die wenigsten Leute was anfangen, mit denen ich so im Quartier oder im Sozialraum zu tun hab.
00:07:20: Also eher dann als Seelsorgerin.
00:07:21: Als Seelsorgerin haben Sie schon einen Begriff für, was ich dann stehe?
00:07:25: Früher war es mal die Seelsorge-Helferin ganz zu Anfang dieses Berufs und jetzt ist es die Seilsorgerinnen.
00:07:30: Richtig ja!
00:07:31: Wie war Ihr Weg in den Beruf?
00:07:33: Ich bin auch in einem gut religiösen Elternhaus aufgewachsen.
00:07:38: Meine Eltern waren auch engagiert in der Gemeinde Und ich war dann in der katholischen Jungengemeinde, in der KJG und habe da auch mitbekommen wie gut es ist.
00:07:48: dass wir einen Verband haben für junge Leute, womit Bestimmung möglich ist.
00:07:53: Aber ich habe dann aber auch schon relativ früh gemerkt, das ist nicht alles Gold was glänzt in der katholischen Kirche!
00:07:58: Ich bin nämlich aufgewachsen bei einem Pfarrer, der sehr wertgelegt hat, dass mindestens einer seiner Ministranten Pfarrers wird und wir Frauen oder Mädels durften ja damals nicht ministrieren und auch nicht bei den Sternsingern mitmachen.
00:08:11: also es war für mich.
00:08:14: Also ich bin jetzt nicht hier mit wehenden Fahnen in die katholische Kirche zum Arbeiten gekommen, sondern ich habe wirklich auch meine Anfragen gehabt.
00:08:23: Aber trotzdem haben Sie es gemacht?
00:08:24: Ich
00:08:24: hab's trotzdem gemacht!
00:08:25: Haben Sie
00:08:26: noch einen kleinen Umweg
00:08:26: gemacht?!
00:08:27: Ich war erst Erzieherin, ich habe Erziehern in Ausbildung gemacht und ich würde es ähnlich beschreiben wie die Maren.
00:08:33: Ich hab einfach erlebt tolle Leute vor Ort, die ... Ich hab einen ganz tollen Pastoralreferenten erlebt und das hat mich sehr inspiriert.
00:08:42: Und mich hat es aufasziniert diese Arbeit mit den unterschiedlichen Menschen also mit Kindern, mit Jugendlichen... Beruf, wo ich sagen kann, da wird man drin mit alt.
00:08:53: Das heißt wenn ich jung bin dann mache ich eher Jugendarbeit und wenn ich dann älter werde, dann spreche ich natürlich auch die Menschen an die so zu meinem Alter dazugehören.
00:09:02: Das ist das Schöne an diesem Beruf.
00:09:05: Stichwort Jugendararbeit.
00:09:06: kommen wir zum Herrn Grazer.
00:09:08: Sie sind ja Dekanatsjugendseelsorger, das ist also ein spezieller Job sozusagen im Kirchendienst und sie sind Gemeindereferenten auch noch mit twenty-fünf Prozent.
00:09:16: Geht das so gut, beide Jobs zu machen?
00:09:18: Wollten Sie das auch so bewusst?
00:09:20: Also tatsächlich nach meiner Ausbildung habe ich mich... Dafür entschieden, dass ich auf jeden Fall Jugendarbeit machen möchte.
00:09:24: Deswegen habe ich mich ins Jugendreferat beworben und dann war die Prämisse, dass es einen zweiten Teil geben muss weil es nur seventy-fünf Prozent sind.
00:09:30: Es braucht Gemeinde oder Schule.
00:09:32: Und damit ist, wie gesagt, Gemeinde passt eigentlich für mich ganz gut, weil ich einfach mit Kindern juglichen Kontakt komme, weil da erst kommen ja Vorbereitungen machen kann und auch da die Jugendlichen einfach noch mal vor Ort bei mir haben.
00:09:41: Von daher funktioniert's meistens ganz gut klar in zu geprägten Zeiten.
00:09:44: Ist halt einfach viel.
00:09:45: Ostern Weihnachten gibt's halt in beiden Bereichen was zu tun.
00:09:47: aber das funktioniert soweit gut zusammen.
00:09:50: Bei Ihnen könnte ich mir auch gut vorstellen, dass Sie als Pfarrer wahrgenommen werden.
00:09:54: Tatsächlich.
00:09:56: Und katholische Priester dürfen ja nicht heiraten?
00:09:58: Gilt das für Gemeindereferen?
00:09:59: Nein, Gemeindeveren
00:10:00: dürfen heiraten.
00:10:02: Kein
00:10:03: Zollibat.
00:10:03: Kann
00:10:05: man bei Ihnen aussagen ... Sie haben ihr Hobby wie eben die Frau Dautzenberg im Film zum Beruf gemacht?
00:10:11: Ja, auf jeden Fall.
00:10:11: Ich bin auch in Minestrand gewesen und hab die Laufbahn durchgemacht bei Minestranten und hab dann einfach unbemerkt ich möchte das was ich da mache, selber machen möchte das, was ich bekommen habe anderen auch geben oder die Möglichkeit geben sich da wachsen zu können im geschützten Rahmen und dadurch passt ganz gutes Hobby zum Beruf gemacht zu haben.
00:10:30: Wobei ja der Beruf vielleicht auch Dinge hat, die man nicht so gern macht oder vielleicht auch so Pflichtaufgaben.
00:10:34: Das ist beim Hobby anders.
00:10:35: Da kann man wirklich sich das Schöne rausholen?
00:10:38: Stimmt, aber das hat glaube jeder beruf dass es immer Aber die schönen Seiten gibt's und nicht so schön.
00:10:41: Die können einfach mit dazu, dass es Dinge gibt, die man jetzt nicht gerne macht aber auch dazugehören, was sie gemacht haben muss.
00:10:48: Frau Werner gab's bei Ihnen Tätigkeiten, wo Sie erst mal skeptisch waren?
00:10:51: Ob Sie die hinkriegen als Gemeindereferentin?
00:10:54: Ganz zu Beginn war es skeptisch, ob ich beerdigen kann.
00:10:57: Das gehört neuerdings zur Ausbildung dazu, da ist man gleich nach der Beauftragung beerdigt.
00:11:03: Da war ich sehr skeptisch ob ich das kann oder ob ich nicht emotional werde.
00:11:07: Und mittlerweile bin ich da total gut angekommen und schätzt den Bereich ganz arg.
00:11:14: Und von dem her, man wächst irgendwie in alles rein und lernt es dann auch schätzen was man für verschiedene Bereiche hat und was mal immer wieder dann dazu lernen kann.
00:11:24: Ich habe in einer Berufsbeschreibung im Internet gelesen über den Beruf der Gemeindereferentin.
00:11:28: Sie hat unter anderem den Auftrag beizutragen dass in unserer Gesellschaft etwas mehr von Gottes Liebe spürbar wird.
00:11:34: wie sehen sie das?
00:11:36: Schon ein bisschen dick aufgetragen dieser Satz.
00:11:41: Ich glaube schon, dass durch uns was rüberkommt von dem, was wir glauben.
00:11:46: aber ich finde es ist ganz schwierig in unserer heutigen Zeit von Gott zu sprechen weil Gott ist ja sowas großes Unbeschreibliches und da halte ich's für ausgesprochen schwierig dann zu sagen ich bringe jetzt etwas von Gottes Liebe rüber.
00:11:59: Wann haben Sie das letzte Mal von Gott gesprochen?
00:12:01: In Ihrer Arbeit
00:12:03: im Religionsunterricht Aber auch sehr dezent.
00:12:06: Ich sage das auch meinen Kindern im Religionsunterricht, dass es ganz arg wichtig ist, dass wir Gott nicht festlegen oder in eine Schublade schieben.
00:12:13: Sondern dass es schwer ist sogar von ihm Aussagen zu machen.
00:12:17: Deswegen sind mir diese Geschichten so wichtig wie der Mose, dass wir einen Gott glauben, der bei uns ist.
00:12:24: Wenn wir unterwegs sind und es hilft, wenn's schwierig ist im Leben.
00:12:27: Das ist mir wichtig!
00:12:29: Und ich glaub', das ist auch wichtig, dass wir selber glaubwürdig rüberkommen.
00:12:33: Auch dazu gehören für mich die Zweifel ... Also, wenn Menschen mit mir zu tun haben, dann kriegen die auch mit, als ich sauer bin oder wütend bin, dass ich Zweifeln hab.
00:12:41: Ich weiß nicht, ob jemand sagen würde, über dich kommt jetzt Gottes Liebe in die
00:12:48: Welt?
00:12:49: Wie gehts Ihnen da?
00:12:50: Manchmal Zweifel oder manchmal?
00:12:52: Ja,
00:12:52: das gehört auch dazu.
00:12:54: Dass man sich immer wieder mit seinem Glauben beschäftigt und drüber nachdenkt, passt es so oder passt es?
00:12:58: Bildte ich mal gemacht habe oder die Beschreibung, die ich hatte ob passt es noch jetzt oder muss ich das nochmal anpassen?
00:13:04: Ich glaube ... Das gehört einfach mit dazu.
00:13:05: aber ich denke schon aus wie du sagst ein bisschen als Botschafter in der Welt zu sein, als Botschaft in einem Gottes und so ein bissel davon zu erzählen, wie ein christliches Menschenbild funktionieren kann, wie man gut mit anderen Menschen umgehen kann.
00:13:16: Das ist glaubt so das Hauptding was für mich wichtig ist.
00:13:18: Und Sie haben ja auch alle erzählt, dass sie in ihrer Berufsfindungsphase hatten immer Vorbilder.
00:13:22: Auch andere Menschen in der hauptamtlichen Seelsorge, an denen sich orientiert haben.
00:13:27: und jetzt könnte es wieder sein, dass Menschen sich an ihn orientieren oder ... kam das schon mal?
00:13:32: Dass jemand gesagt hat, ich möchte auch so einen Job machen wie du?
00:13:36: Ich hatte immer wieder Studentinnen und Studenten im Begleitung, Gemeindeassistent habe ich zur Zeit.
00:13:43: Das gehört schon dazu, dass Leute mich begleiten auf dem Weg.
00:13:48: Was macht sie als Gemeindereferente besonders glücklich bei ihrer Arbeit?
00:13:52: Das sind tatsächlich ganz viele Dinge.
00:13:54: Zum einen machen mich meine Grundschüler ganz auch glücklich, wenn ich morgens in die Schule komme und die Rennenschaft einzu- und begrüßen ein und sind schon ganz gespannt.
00:14:02: Frau Wander, was hören wir heute von der Bibelgeschichte?
00:14:05: Und das macht mich so glücklich dass man die Kinder noch so richtig begeistern kann für den Glaube und die sind da richtig neugierig aber aus... Die arbeitet mit meinen Ministranten Oberministeranten oder Jugendlichen macht mich auch total glücklich.
00:14:18: Wir haben jetzt auch zusammen eine Jugendkirche gegründet, weil die jugendlichen Interesse hatten.
00:14:21: Und da zu sehen dass der Glaube schon noch eine Rolle spielt und sich Jugendliche wirklich Zeit dafür nehmen gemeinsam den Glauben zu vertiefen das finde ich eine richtig tolle Sache und motiviert mich selber daran zu bleiben und weiterzumachen.
00:14:36: Sie haben ja schon ein längeres Berufsleben hinter sich.
00:14:38: sind sie manchmal auch noch glücklich in ihrem Beruf?
00:14:42: Ja, ich bin auf jeden Fall glücklich weil ich erleben kann dass ich selbstwirksam bin.
00:14:47: Also ich kann was bewirken und genau Dinge umsetzen die auch neu sind.
00:14:52: dadurch das sich an diesem sozialräumlichen Umfeld tätig bin erfahre ich schon dass ich in der Lage bin Dinge aufzubauen auch Projekte in die Wege zu leiten und es macht mich schon glücklich.
00:15:06: Was heißt das Sozialraumarbeit?
00:15:08: Also, Sie sind nicht im Gemeindehaus und bieten da was an für die Leute, die reinkommen sollen.
00:15:12: Sondern was machen sie?
00:15:13: Ich bin ganz viel im Stadtteil unterwegs.
00:15:15: Und zwar ist meine Erfahrung in den letzten Jahren, dass es so wichtig ist, dass wir als Kirche uns mit anderen Vernetzen, mit anderen Trägern ... Das heißt Karitas Diakonie!
00:15:26: Also ich bin vom Herzen her ökumenisch unterwegs.
00:15:31: In diesem Netzwerk von tollen Leuten kann man wirklich wunderbare Dinge aufs Gleis setzen, also zum Beispiel mit der Bürgerstiftung haben wir jetzt das Friedhofskaffee aufgebaut im Pragfriedhof und ist ja ganz niederschwelliges Angebot.
00:15:44: Das würden wir so alleine gar nicht schaffen aber ich merke halt im Verbund mit anderen da kann man wirklich was bewirken.
00:15:51: und jetzt am Donnerstag haben wir zb ein Symposium in Stuttgart.
00:15:56: dann nutzen wir einen Stadtteil als Tagungsort zum Thema wie schaffen wir in der Stadt die Möglichkeit für Begegnungen.
00:16:05: Das finde ich stark und das würde ich nie im Leben alleine hinkriegen, und es geht nur im Netzwerk mit anderen Leuten.
00:16:12: Und das ist das was mich wirklich glücklich macht.
00:16:14: aber da braucht man schon auch einen langen Atem dazu und halt auch die richtigen Leute.
00:16:18: Aber
00:16:18: ich glaube wenn wir nicht ab und zu glücklich sind im Beruf würden wir ihn noch nicht so lange machen?
00:16:21: Ja auf jeden Fall!
00:16:24: Und ich finde, wir haben einen Beruf der Glücklichmacht.
00:16:26: Was ich auch ganz arg gerne mache ist Beerdigung und Taufe.
00:16:30: Ich höre zu den Frauen, die die Taufbeauftragungen haben und Menschen an den Schwellen des Lebens zu begleiten, das find' ich toll!
00:16:36: Also macht mich glücklich...
00:16:39: Wie's bei Ihnen Herr Grazer?
00:16:40: Was macht Sie glücklich in Ihrem Beruf?
00:16:42: Ich glaube ähnlich wie ihr es schon gesagt habt, die strahlenden Augen zu sehen einfach zu merken.
00:16:47: da ist jemand da, der nimmt was mit von dem, was ich erzähl oder von der Begegnung, die wir haben.
00:16:52: Das macht mich glücklich, einfach zu merken.
00:16:53: Da ist die Funke übergesprungen.
00:16:55: Da hat jemand Lust dran gehabt da zu sein und einfach sagen ... Es war gut, dass ich heute da war.
00:17:00: Das finde ich so.
00:17:01: das größte Lob eigentlich, wenn jemand sagt es war gut , dass ich heut da war, gut, als ich mich aufkraft hab, dass sich da gekommen bin.
00:17:07: Ja?
00:17:08: Ja, das find ich schön.
00:17:09: Bei einem kirchlichen Beruf geht's auch immer schnell darum.
00:17:11: Ist Ihr Beruf auch Berufung für Sie?
00:17:13: Würden Sie das sagen?
00:17:14: Ich denke schon.
00:17:15: also ich glaube, das gehört auf jeden Fall mit dazu.
00:17:16: Also wenn man sich so überlegt wie man bei der Kirche arbeiten oder nicht, ist die Kirche jetzt nicht der attraktivste Arbeitgeber rein von dem Bild.
00:17:23: Was sie auch manchmal in den Nachrichten zu kommen und da gehört es auf jeden Fall mit dazu eine Berufung das oder Freude daran hat dass uns so das Gefühl hatten ich getragen von etwas das dahinter steht dass einem Sinn dafür gibt was man tut.
00:17:36: das auf jeden fall
00:17:37: ja wobei man natürlich auch ne Augenärztin oder Schreiner kann natürlich genauso eine berufung haben.
00:17:41: total genau
00:17:43: für einen beruf braucht man auch eine Berufung.
00:17:49: Jetzt hat sich der Beruf in der Geschichte entwickelt.
00:17:52: Wir haben ein bisschen gehört, es gibt schon eine Hundert Jahre, was war am Anfang und wie steht er heute da?
00:17:58: Gibt's ihn auch in anderen Ländern oder nur in Deutschland?
00:18:00: ist das so eine deutsche Spezialität?
00:18:03: Ich würde sagen, das ist die deutsche Spezifikität auf jeden Fall.
00:18:07: also was ich spannend finde, in den letzten Jahren gab es die ersten Seelsorgehelferinnen Und das finde ich schon interessant, dass es schon so früh Frauen gab, die sich eingesetzt haben für andere Menschen.
00:18:22: Und dann hat sich ja der Beruf weiterentwickelt ... Dann sind ja Gemeind helferinnen und Seelsorgehelferinnen.
00:18:29: Und da kam noch diese kathetische Ausbildung dazu.
00:18:32: Das heißt, die Anbilligion ... Diese Laienfrauen, die dann halt Katichäse angeboten haben?
00:18:38: Ja!
00:18:38: Und dann hatten wir irgendwann diesen Beruf zusammengeführt.
00:18:42: Und dass es Gemeindereferendinnen gibt, also diese Berufsbezeichnung die ist seit neunzehntenhundertseipzig.
00:18:49: Und dann gibts ja noch daneben Pastoralreferenten und Referentinnen.
00:18:52: Die haben eine etwas andere Ausbildung, also Studierendeologie.
00:18:55: Sie haben jetzt Religionspädagogik zum Beispiel studiert unter anderem und Pastoral-Referentin im Bistum Münster gibt es nur noch eine Bezeichnung habe ich jetzt gehört.
00:19:05: Also da unterscheidet man gar nicht mehr.
00:19:07: Wäre das für sie auch gut wenn man da nicht mehr so unterscheidet oder ist es letztendlich doch nur eine Bezeichnung.
00:19:13: Das ist auch eine Sache des Gehalts, weil da wird bei uns der Studienabschluss bezahlt und das ist dann schon so ein bisschen ein Gefälle dass es bei unseren Berufsgruppen gibt mir vor allem also ich meine Erfahrung ist die das im Laufe der Jahre Gemeindereferentinnen und Pastralreferendinnen, sich gar nicht mehr so arg unterscheiden in dem was sie tun.
00:19:38: Der Unterschied ist tatsächlich im Studium.
00:19:42: Aber Ihr Studium war ja auch mehr praktisch ausgerichtet, sodass Sie für die Gemeindearbeit sehr gut vorbereitet werden oder?
00:19:48: Genau, also wir haben auch schon Formstudium in Praktikum gehabt und dann eigentlich während jedem Semester eine Praxisphase entweder im Kindergarten oder Schule.
00:19:57: Und das habe ich wirklich total geschätzt dass man immer gleich die Theorie mit der Praxis verbinden konnten.
00:20:02: Ich hab' auch so die Erfahrung gemacht.
00:20:03: Wir haben ja auch in Rottenburg zusammen mit den Pastoralreferenten die Ausbildung angefangen und wir mit dem Religionspädagogik Studium haben einfach viel mehr Praxis und schon viele mehr Ideen wie man die Bibelgeschichte für Kinder gerecht darstellt.
00:20:16: Ich finde, es bringt schon was, wenn man Praxisbegleitend studiert.
00:20:19: Das fand ich immer toll und interessant an das gleichanzuwenden und nicht so lange studieren und nix Praxismäßiges zu machen.
00:20:27: Wie sieht's mit dem Berufsnachwuchs aus?
00:20:30: Ja schlecht!
00:20:32: Das waren jetzt, ich glaub drei Menschen...
00:20:34: Genau aktuell fangen jetzt drei wieder an und es gehen sehr viele in Rente.
00:20:39: also wenn wir nur auf unser Dekarnat gucken gehen viele in rente und sehr wenig kommen nach.
00:20:43: deshalb gibt es ja auch viele Prozesse unter Diözöse wo man jetzt umstrukturieren muss, wenn man das so gar nicht mehr schafft mit dem Personal was wir haben.
00:20:51: Wo kommen Sie in Ihrem Berufsalltag auch mal an Grenzen?
00:20:54: Da komme ich jetzt nicht mehr weiter.
00:20:58: Ich würde sagen an der Menge der Arbeit und an der Komplexität.
00:21:02: es ist schon so dass ... Wenn man begeistert ist, wie wir das noch machen und dann sich abzugrenzen und zu sagen, jetzt gehe ich heute nicht zur Sitzung die werden ohne mich glücklich.
00:21:15: Also es ist schon so diese Gefahr, dass man sich zu arg reingibt und zu arg verausgabt.
00:21:22: Es ist schon wichtig, sich da auch zu schützen!
00:21:25: Und ich glaube auch verbundet damit das Gefühl, man wird nie fertig.
00:21:29: Also wir zum Beispiel sind der Pfarrer und ich zusammen im Team haben vier Gemeinden, sechs Kindergarten – das schaffen wir nicht!
00:21:34: Und trotzdem habe ich es gefühlt... Wir gehen ja immer über die Arbeitszeit.
00:21:38: Manche Tage dürft man wahrscheinlich gar nicht so aufschreiben.
00:21:40: Man gibt hundertzehn Prozent oder noch mehr….
00:21:43: Und trotzdem gibt's dann Leute, die mir triffen und sagen, ach Frau Warners, ihr habt aber schon lange nicht mehr gesehen.
00:21:47: Und man gibt alles und trotzdem ist es halt nie genug, wenn man nicht rumkommt.
00:21:51: Ich find das schon eine Grenze, wo man manchmal dann einfach auch vielleicht unzufrieden ist, weil man's nett schafft.
00:21:57: So hierarchische Grenzen, also gleich darf keine Sakramente spenden.
00:22:01: Das sind so Dinge, wo ich angefragt werde könnten Sie meine Taufe machen oder könnten sie bei der Ehe dabei sein?
00:22:07: Also kann ich ... Darf ich nicht, ich darf dieses Sakrament einfach nicht spenden!
00:22:10: Natürlich auch Grenzen die wir da noch darüber hinaus haben, die einfach hierarchisch nicht möglich sind.
00:22:15: Und dann halt auch die Erfahrung mache ich, dass die Leute erst mal enttäuscht sind und nicht der Pfarrer kommt.
00:22:22: Aber es gibt jetzt immer weniger Pfarrers.
00:22:25: Ich merke bei meinem sozialräumlichen Arbeiten oder im Quartier, da fragt kein Mensch, bist du Pfarrern?
00:22:30: Oder nicht?
00:22:31: Da kommst du drauf an wie ich als Mensch bin und was von mir rüberkommt.
00:22:35: Und das ist so wichtig!
00:22:41: Was gibt Ihnen Kraft im Berufsalltag?
00:22:43: Wenn Sie an solche Grenzen kommen ...
00:22:45: Ich glaub tatsächlich, wie ich es vorhin gesagt hab, das ist die schönen Momente.
00:22:47: Die Momente wo jemand sagt gut dass ich heute da war oder gut dass du da bist und ich krieg auch manchmal den Satz cool auf.
00:22:54: so kann Kirche sein sie kann einfach auch anders sein als wir sie irgendwie kennen oder als wenn sich das so vorstellt so verstaubt es darf auch mal ein bisschen anders sein.
00:23:02: Das sind so Dinge wo mir einfach Kraft geben weil ich das Gefühl habe ja Es macht Sinn, dass ich das mach was nicht mache
00:23:08: Und ich finde auch die ganzen Rückmeldungen.
00:23:10: also ich glaube es gibt selten so einen Beruf wo man so viel Wenn man sich einfach Zeit nimmt und da ist, egal ob das nach einer Kindergarten-Andacht oder Beerdigung.
00:23:22: Die Leute sind dankbar, wenn man sich Zeit nimmt um das altersgerecht und kindgerecht gestaltet.
00:23:28: Das dann zu hören, dass man wirklich da was Gutes bewirkt hat.
00:23:31: Ich finde es gibt immer wieder Kraft, dass wir was Sinnstiften machen.
00:23:37: Wobei Sie ja auch in der Gemeinde arbeiten ... Ja, auch eigentlich immer im Dienst sind.
00:23:42: Was wir eben gesagt haben mit den Hundertzehn Prozent also auch wenn man abends mal nur zur Veranstaltung gehen möchte als Zuschauerin sozusagen dann werden sie doch immer gleich als Gemeindereferentin wahrgenommen oder?
00:23:53: Wenn ich in die Gemeinden gehe wo ich arbeite ja das ist schon so.
00:23:57: oder wenn man auch an die Kirche geht man kriegt halt immer einen Job entweder man teilt einer Kommunion aus oder man liest eine Lesung.
00:24:02: da wäre schon manchmal schön was setzt sich einfach rein und hat mal keinen To-do im Gottesdienst.
00:24:07: Also was mir schon auch Kraft gibt, ist ganz klar meine Familie und mein Mann.
00:24:12: Wenn er sagt, jetzt bleibst du mal daheim ... oder musstest sein, dass du wieder losziehst?
00:24:18: Das heißt so ein Zuhause zu haben für mich einen Ort, wo ich Kraft schöpfen kann.
00:24:23: Und auf jeden Fall meine Beziehungen zur Freundin, die mit Kirchen nichts zu tun haben.
00:24:30: Ich hab schon langjährige Freundinnen, mit denen ich auch was unternehme.
00:24:34: Für mich ist das ganz arg wichtig!
00:24:37: Also Familie ist immer mit verpflichtet sozusagen oder wie es bei Ihnen, Sie haben auch erzählt.
00:24:42: Total also ich bin da auch dankbar dass mein Mann das so mitmacht und mich da total unterstützt weil wir haben keine normalen Arbeitszeiten, wir arbeiten oft abends oder am Wochenende Und da braucht man schon die Unterstützung von Soho sind.
00:24:54: Die habe ich ganz aug für mein Mann und auch meine Eltern, die das Verständnis haben und die auch irgendwie total stolz sind dass sich das mache und es fühlt sich gut an und gibt auch total viel Kraft dann dabei dazu machen.
00:25:05: Und tatsächlich auch viele gute Freundinnen, die dies auch mittragen weil man hat natürlich oft dann wenn die Freitag abends weggehen oder so keine Zeit oder muss nachkommen oder früher gehen, weil man am nächsten Tag Gottesdienst hat.
00:25:16: Da ist auch nicht sehr verständlich, dass alle mitmachen.
00:25:19: Ich bin auch dankbar, dass ich so ein Netzwerk habe.
00:25:21: Viele Wochenenddienste ja auch?
00:25:22: Wenn Sie einen Kindergottesdienst vorbereiten oder mit Firmen unterwegs sind ... Genau!
00:25:26: ... eine Jugendwochenende machen für Jugendgruppen oder so?
00:25:29: Richtig,
00:25:29: aus Wochenenden können einfach dazu.
00:25:31: In Ferienzeiten bei einem Gruppenleiterkurs haben wir eigentlich immer in den Ferien, weil da natürlich die Jugend die Zeit hat.
00:25:37: Wir müssen da arbeiten und die anderen Menschen nicht mehr arbeiten.
00:25:40: Sonst funktionst du jetzt nicht.
00:25:43: Mir ist einer Speck noch ganz arg wichtig bei unserem Beruf.
00:25:47: für mich wichtig, dass wir über den Tellerrand raus schauen.
00:25:50: Das ist so ein bisschen mein Motto schaut über den tellerrand draus weil ich merke wenn wir in unseren Gemeinden sind dann sind wir schon auch ein Stück weit in so einer Babel drin und mir ist es ganz arg wichtig wenn wir als Kirche heute noch relevant sein wollen das ist ganz stark wichtig dass wir uns ins Spiel bringen und zwar in unserer Gesellschaft und das ist halt das was sich auch an unserem Beruf schätze.
00:26:10: das ist ein politischer Beruf weil unsere Aufgabe ist es auch hin zu gucken wo's notwendig also wo Menschen auch wirklich ein Bedarf haben.
00:26:19: Und das sind für mich nicht unbedingt die Kirchgänger, sondern ich merke schon ... Mich zieht's auch raus in die Stadtgesellschaft um da was zu gestalten und ich glaube, da ist Kirche auch wichtig!
00:26:33: Würden Sie auch so sehen?
00:26:35: Ja tatsächlich.
00:26:36: Ich glaub es gehört einfach.
00:26:38: Das Kirchli-Menschenbild ist schon wie man mit anderen Menschen umgehen kann.
00:26:41: Es ist so wichtig dass wir das aber auch raustragen, genau dass man den anderen Menschen akzeptiert so wie er ist Und das geht ja schon in unserer Gesellschaft immer wieder mal auch verloren, dass man da den anderen Menschen akzeptiert und annimmt.
00:26:53: Aber ich habe kein Bekehrungsbedürfnis für die Menschen!
00:26:58: Also
00:26:59: bei meiner Arbeit ist es wichtig... Ich will nicht Menschen gewinnen für die Gemeinde oder dass die Gottesdienste widervoller sind sondern ich möchte einfach gucken wie kann ich Orte schaffen wo Menschen gut miteinander leben können mit anderen Menschen zusammen?
00:27:15: Ganz kurz noch zum Schluss.
00:27:16: Würden Sie den Beruf wieder ergreifen?
00:27:20: Auf jeden Fall!
00:27:22: Also ich bin doch nicht lange drin, aber es macht total Spaß.
00:27:26: man hat so eine Vielfalt und so viele tolle Menschen die mit einem arbeiten und denen immer begegnet und ich finde erfahren zu dürfen dass man wirklich Leute was mit gibt und glaube wirklich fort lebendig machen kann tut einem selber auch richtig gut.
00:27:40: Und noch ganz kurz Sie?
00:27:41: Ja... Ich würde den beruf schon auch wieder wählen Bedingungen.
00:27:47: Ich würde mir wünschen, dass sich unser Beruf weiterentwickeln würde und dass das auch in dieser hierarchischen Struktur der Kirche noch mehr und besser gestärkt
00:27:56: wird.".
00:27:57: Okay!
00:27:58: Vielen Dank für das Mehr im Menschen um den Beruf der Gemeindereferentin des Gemeinreferenten gegen es heute bei Alpha & Omega.
00:28:04: Sie können sie dann auch nochmal als Podcast nachhören.
00:28:06: Danke für Ihr Interesse.
00:28:08: und bis zum nächsten Mal bei Alpha&Omega.
00:28:16: Übrigens, Alpha und Omega mehr als du glaubst ist ein gemeinsames Format der katholischen Bistümer Rottenburg-Stuttgart und Freiburg.
00:28:23: Und des evangelischen Medienhauses Stuttgart.
00:28:26: Zu sehen sind die Sendungen bei den privaten Fernsehsendern in Baden-Württemberg auf BibelTV und auf YouTube.
00:28:32: Weitere Infos gibt's unter kirchenfernsehen.de und redaktionminuskip.de.
00:28:37: Wenn ihr Fragen, Wünsche oder Feedback habt schreibt uns gerne an podcast at kipp minus radio.de.
00:28:44: Und wenn euch diese Podcast-Folge interessiert hat, wie wäre es mit der Podcast-Volge-Zweihundertneununddreißig?
00:28:50: Darin geht es auch um einen anderen noch ganz neuen kirchlichen Beruf.
00:28:54: Eine Berufung und zwar geht es um christliche Influencer!
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